Lundies House
Lundies House ist eine der ästhetischsten Unterkünfte, die man sich in Schottland vorstellen kann. Das Konzept ist eine hybride Mischung aus exklusivem Boutique-Hotel und privatem Ferienhaus – von außen ein historisches schottisches Pfarrhaus (Manse), im Inneren geprägt von puristischem skandinavischem Design und einem ausgeprägten Gespür für Kunst. Die Atmosphäre ist zutiefst intim, die Kulinarik erstklassig und die umliegende schottische Landschaft schlichtweg atemberaubend.


Das Lundies House liegt an der Nordküste Schottlands in der Grafschaft Sutherland in den Northern Highlands, etwa 2,5 Stunden von Inverness (dem nächstgelegenen Flughafen) entfernt. Die Anreise ist ausschließlich per Auto oder Motorrad möglich – Bahngleise sucht man hier im hohen Norden vergeblich.
Die Fahrt führt durch die weiten, menschenleeren Highlands. Selbst zehn Minuten vor der Ankunft fühlt man sich noch wie im absoluten Nirgendwo. Wir empfehlen jedoch nicht die direkte Route durch das Hinterland, sondern den Weg über die legendäre North Coast 500 (NC500) entlang der Westküste. Hier zeigt sich die Landschaft von ihrer dramatischsten Seite, gesäumt von unzähligen, einsamen Sandstränden.
Direkt an der Küste, im kleinen Dorf Tongue, befindet sich das Lundies House. Es besteht aus einem alten Pfarrhaus aus dem 17. Jahrhundert und den dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden (Steadings). Das Haupthaus ist denkmalgeschützt (B-listed), was die regionale Bedeutung dieses historischen Juwels unterstreicht.

Das Konzept: Communal Living auf höchstem Niveau
Das Haupthaus verfügt über vier großzügige Zimmer mit King-Size-Betten und jeweils eigenen Badezimmern. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Wohnzimmer, ein Esszimmer und die Küche, die von allen Gästen gemeinschaftlich genutzt werden. Das Konzept setzt auf Interaktion: Die Gäste leben hier zusammen, führen inspirierende Gespräche und nutzen das Haus so unbefangen, als wäre es ihr eigenes.
Den Hotelcharakter verdankt das Lundies House dem exzellenten Service: Zwei Köche bereiten Frühstück und Dinner zu und servieren am Nachmittag frische Scones und Kuchen.

Interieur: Skandinavische Ästhetik trifft auf schottisches Erbe
Lundies House kombiniert klassische schottische Architektur mit modernem skandinavischem Interieur. Die Räume sind geprägt von typisch nordischen Möbeln mit klaren Linien und vornehmer Zurückhaltung. Dennoch wirken sie nie kühl oder puristisch, sondern äußerst einladend und gemütlich (Hyggelig). Design-Liebhaber werden in jedem Winkel ikonische Scandi-Stücke entdecken.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Kunst. Neben zahlreichen Gemälden stechen vor allem die Wandmalereien der französischen Künstlerin Claire Basler hervor. Im Speisezimmer und im Bad des Isla-Rooms hat sie Gräser und Wildblumen vor einem stimmungsvollen grauen Himmel verewigt – eine perfekte Symbiose mit der Natur vor dem Fenster und den echten Blumenarrangements im Haus.


Die vier Zimmer im Hauptgebäude tragen alle einen Namen (Flora, Isla, Gwendolyn und Shona) und sind sehr geräumig. Jedes Zimmer verfügt über eine freistehende Badewanne – einige sogar direkt vor dem Fenster –, große Betten, Pflegeprodukte von Aesop und Meer- oder Gartenblick. Das Zimmer Flora, das sich im obersten Stockwerk befindet, hat sogar – unterhalb von Schlafzimmer und Badezimmer – ein eigenes Wohnzimmer.


Da Lundies House am Hang liegt, bietet sich von überall ein freier, unverbauter Blick auf die Landschaft oder das Meer: die wunderschöne Kulisse des Kyle of Tongue, den Ben Loyal und die Ruinen von Castle Varrich. Die Umgebung lädt zu ausgiebigen Wanderungen, E-Bike-Touren oder Roadtrips entlang der Küste ein.


Die Steadings und die Kulinarik
Neben dem Haupthaus bieten die Steadings drei Studios und ein Apartment mit eigener Küche. Das Design hier ist deutlich moderner und minimalistischer; zudem sind in diesen Einheiten Hunde willkommen.

Im Zentrum des Wirtschaftshofs befindet sich eine große Feuerstelle, an der unser Dinner unter freiem Himmel zubereitet wurde. Die Küche von Chefkoch James Wilson folgt der Philosophie des Hauses und fusioniert traditionelle britische Zutaten mit nordischen Einflüssen. Das perfekt zubereitete Rindfleisch stammte übrigens direkt vom Hoflieferanten der Queen.


Durch das gemeinsame Essen und Sitzen im Wohnzimmer haben wir sehr nette und interessante Menschen kennengelernt und tolle Gespräche geführt.
Ein persönliches Refugium
Obwohl ich eingangs von einer Mischung aus Hotel und Ferienhaus sprach, trifft es das nicht ganz. Man fühlt sich im Lundies House zu keinem Zeitpunkt wie ein anonymer Hotelgast, sondern eher wie ein persönlicher Gast bei den Gastgebern Marta und James. Die Beziehung ist sehr nahbar, es gibt keinen steifen Check-in – man wird an der Tür empfangen und willkommen geheißen.


Lundies House gehört zur WildLand Group, die mehrere exklusive Objekte in Schottland mit diesem besonderen Fokus auf Design und Naturschutz betreibt. Der Buchungsprozess ist bewusst exklusiv gehalten: Verfügbarkeiten sind online nicht direkt einsehbar, Anfragen erfolgen per E-Mail. Dies stellt sicher, dass nur Gäste einchecken, die dieses besondere, entschleunigte Konzept wirklich zu schätzen wissen.



